weber1 in den Startlöchern

Rück­bau ist oft auch Chan­ce für einen Neu­an­fang. Dies soll auch in der nörd­li­chen Esse­ner Innen­stadt gel­ten. Eine in der Ver­gan­gen­heit wich­ti­ge Immo­bi­lie am Weber­platz, das ehe­ma­li­ge Haus der Begeg­nung, hat­te einen so schlech­ten bau­li­chen Zustand ent­wi­ckelt, dass die beauf­trag­ten Gut­ach­ter nur noch die Abgän­gig­keit des Gebäu­des tes­tie­ren konn­ten. Die Bau­sub­stanz war so ange­grif­fen, dass ein Erhalt aus­zu­schlie­ßen war. Ergän­zend muss­te auch ein Schief­stand des Hau­ses von mehr als einem hal­ben Meter fest­ge­stellt wer­den. In der Fol­ge ist die Immo­bi­lie auch 2020 aus der Denk­mal­lis­te der Stadt Essen gestri­chen worden. 

In 2022 hat die All­bau Grup­pe das Gebäu­de dann von der Stadt Essen erwor­ben und gemein­sam mit den benach­bar­ten alten und eben­falls tech­nisch abgän­gi­gen Wohn­im­mo­bi­li­en der All­bau GmbH in eine Neu­pla­nung über­führt. Fol­ge der Pla­nung ist die Nie­der­le­gung aller auf­ste­hen­den Gebäu­de und die Rea­li­sie­rung eines stadt­bild­prä­gen­den Neu­baus, mit her­aus­ra­gen­der städ­te­bau­li­cher und gesell­schaft­li­cher Wir­kung für die nörd­li­che Innen­stadt. Ein wei­te­rer Bau­stein, den die All­bau-Grup­pe ihrem Enga­ge­ment für die nörd­li­che Innen­stadt hin­zu­fügt. In einem ers­ten Schritt wur­de bis Janu­ar 2023 die ehe­ma­li­gen All­bau-Miet­wohn­ge­bäu­de niedergelegt.

Nun folg­te der Rück­bau des „Hau­ses der Begeg­nung“, bevor dann vor­aus­sicht­lich im April 2024 der Neu­bau des vom Archi­tek­tur­bü­ro gna geplan­te Gebäu­de­kom­plex „Weber1“ mit Tief­ga­ra­ge und ins­ge­samt rund 10.000 qm Nutz­flä­che beginnt. Einer der Nut­zer – mit erheb­li­chen Teil­flä­chen – wird das Stan­des­amt der Stadt Essen wer­den, das der­zeit im Gil­de­hof­cen­ter behei­ma­tet ist. Hier­zu erfolg­ten schon enge Abstim­mun­gen zwi­schen Stadt Essen und All­bau zur funk­tio­na­len und reprä­sen­ta­ti­ven Gestal­tung der Nut­zungs­flä­chen. Bei­de ver­spre­chen sich durch Ambi­en­te und Funk­ti­on des neu­en Stan­des­am­tes wich­ti­ge Impul­se zur Stand­ort­be­le­bung sowie eine noch bür­ger­freund­li­che­re Betreuung.

Im Erd­ge­schoss wird eine Gas­tro­no­mie ange­sie­delt. Die­se wird mit einem qua­li­ta­tiv anspre­chen­den Ange­bot die gas­tro­no­mi­sche Viel­falt in der Innen­stadt erwei­tern und zu einer Bele­bung des Weber­plat­zes bei­tra­gen. Geplant sind außer­dem 51 öffent­lich geför­der­te Woh­nun­gen. All­bau-Geschäfts­füh­rer Dirk Mik­li­kow­ski ist von den der­zei­ti­gen Plä­nen begeis­tert: „Es war und ist noch ein lan­ger beschwer­li­cher Weg, aber ich kann jedem ver­spre­chen: Das Ergeb­nis wird sich loh­nen: Weber1 wird vor­aus­sicht­lich Ende 2026 rea­li­siert sein, sich – wie unser Neu­bau „Kas­ta­ni­en­hö­fe“ vor 8 Jah­ren – durch moder­ne Archi­tek­tur, attrak­ti­ve und zeit­ge­mä­ße Gestal­tung sowie hohe ener­ge­ti­sche und Qua­li­täts­stan­dards aus­zeich­nen und soll auch ande­re Inves­to­ren für den Stand­ort begeis­tern. Gleich­zei­tig wird mit dem Neu­bau­pro­jekt und der damit ver­bun­de­nen städ­te­bau­li­chen Neu­ord­nung die Anbin­dung des Uni­ver­si­täts­vier­tels an die nörd­li­che Innen­stadt wei­ter verbessert!“

Abbruch bedeu­tet Auf­bruch: Ziel des Pro­jek­tes Weber1 ist es, eine unat­trak­ti­ve und maro­de Gebäu­de­sub­stanz ent­fernt zu haben und durch eine moder­ne, stadt­bild­prä­gen­de, attrak­ti­ve und in der Nut­zung dif­fe­ren­zier­te Neu­be­bau­ung zu erset­zen. Ich begrü­ße außer­or­dent­lich, dass sich die All­bau GmbH mit Weber1 zu einem gro­ßen städ­te­bau­li­chen Schritt für die Bele­bung der nörd­li­chen Esse­ner Innen­stadt ent­schlos­sen hat und wir als Lan­des­re­gie­rung den Bau von öffent­lich geför­der­ten Woh­nun­gen unter­stüt­zen kön­nen“, sag­te Ina Schar­ren­bach, Minis­te­rin für Hei­mat, Kom­mu­na­les, Bau und Digi­ta­li­sie­rung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len. Die All­bau GmbH beglei­tet die Ent­wick­lung der Innen­stadt seit eini­gen Jah­ren zusätz­lich durch den Zukauf wei­te­rer, unter­ge­nutz­ter und sanie­rungs­be­dürf­ti­ger Immobilien.

Par­al­lel zur Ent­wick­lungs­pla­nung der All­bau-Grup­pe am Weber­platz ist die Stadt Essen mit­ten in einem Ver­fah­ren zur Opti­mie­rung des Frei- und Stra­ßen­rau­mes rund um den Weber­platz. Vor­aus­sicht­lich auch in 2026 wird die Neu­ge­stal­tung des Weber­plat­zes abge­schlos­sen sein. Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Kufen glaubt an den Stand­ort Nörd­li­che Innen­stadt: „Die ver­schie­de­nen Berei­che unse­rer Innen­stadt sind ein wich­ti­ger, zen­tra­ler Bestand­teil des städ­ti­schen Zusam­men­le­bens. Sie sind Kern unse­rer Stadt und ein regel­mä­ßi­ger Anlauf­punkt für die Esse­ne­r­in­nen und Esse­ner sowie Besu­che­rin­nen und Besu­cher aus der Umge­bung. Die zukünf­ti­ge Ent­wick­lung der Innen­stadt ist des­halb von gro­ßer Bedeu­tung, zeit­gleich aber auch eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Die Stadt Essen hat des­halb mit „Zukunft.Essen.Innenstadt“ einen inten­si­ven Pro­zess gestar­tet, um die­se Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern. Weber1 und die Neu­ge­stal­tung des Weber­plat­zes sind wich­ti­ge Eck­pfei­ler die­ses Pro­zes­ses, in dem wir vor­han­de­ne Stär­ken stär­ken wollen!“

Die Ent­wick­lung rund um den Weber­platz zeigt ein­mal wie­der ein­drucks­voll, wie wich­tig koope­ra­ti­ve Stadt­ent­wick­lung ist!

Allbau Managementgesellschaft mbH
Kastanienallee 25
45127 Essen